Shou-Sugi-Ban

Eintrag vom 12.08.2016
IMG_5150.jpg
Shou-Sugi-Ban ist eine - ursprünglich japanische - Technik, Holz auf natürlich Weise gegen Witterungs- und Schädlingseinflüsse zu schützen. Darüber hinaus bietet es besondere ästhetische Qualitäten, auch für Innenräume.

„Die Begriffe Yakisugi und Shou Sugi Ban bezeichnen die gleiche traditionelle japanische Technik, Holz zu verkohlen (Yaki heißt gegrillt, geflammt). Dabei wird vor allem Sugi – Japanische Zeder – verwendet, während im europäischen Raum auch Kiefer, Lärche und andere Holzarten dem Verfahren unterzogen werden. Auf der japanischen Insel Naoshima wird die Technik bis heute traditionell im Hausbau eingesetzt, und Naoshimas Einwohner geben an, dass eine Shou-Sugi-Ban-Fassade Zeitspannen von 40-80 Jahren ohne Nachbehandlung übersteht. Durch Verkohlen der äußeren Schicht wird das Material konserviert, indem die Kohle einen natürlichen Schutz gegen Pilze und Ungeziefer bildet. Chemische Holzschutzmittel, Farbanstriche oder Beizungen und deren regelmäßige Erneuerung fallen so komplett weg."

„Holzkohle entsteht, wenn man trockenes Holz ohne Sauerstoffzufuhr auf 275 Grad Celsius erhitzt, sodass Bestandteile wie Harze verbrennen. Sie bildet dann eine wärmedämmende Schutzschicht. Um die gewünschte Verkohlungs-Tiefe zu erreichen, muss der Brand kontrolliert ausgeführt und zum richtigen Zeitpunkt mit Wasser abgelöscht werden."

Quelle: ; http://bit.ly/2hpOFGw